Mit dem Sommer steigt die Wärmebelastung in Innenräumen. Da Menschen dort rund 90 Prozent ihrer Zeit verbringen, beeinflusst ein angenehmes Raumklima ihr Wohlbefinden entscheidend. Peter Skala von der Plattform MeineRaumluft gibt Tipps, wie das Innenraumklima im (Home-)Office erträglich bleibt.

Hohe Temperaturen können die Konzentration beeinträchtigen und den Kreislauf belasten. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Hitze in den Innenräumen, wie in Büros oder im Homeoffice, reduzieren. Mit diesen acht Tipps bleiben nicht nur Arbeitsumgebungen angenehm kühl – ganz ohne großen Aufwand.
1. Nur lüften, wenn’s draußen kühler ist
Die beste Zeit zum Lüften ist früh am Morgen oder spät am Abend, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Raumtemperatur. So kann die aufgeheizte Luft effizient ausgetauscht werden, ohne zusätzliche Wärme hereinzulassen. Besonders wirksam ist das sogenannte Querlüften: Dabei werden gegenüberliegende Fenster für wenige Minuten geöffnet, um einen schnellen Luftaustausch zu erreichen.
2. Tagsüber Stoßlüften statt Dauerlüften
An heißen Sommertagen sollten die Fenster nicht dauerhaft gekippt bleiben. Denn durch die ständige Öffnung gelangt warme Außenluft in den Raum und heizt diesen zusätzlich auf. Deutlich effektiver ist kurzes Stoßlüften von drei bis fünf Minuten. So wird die Luft erneuert, ohne dass Wände, Möbel und Böden unnötig Wärme aufnehmen.
3. Fenster geschlossen halten, wenn die Klimaanlage läuft
Wer eine Klimaanlage nutzt – unabhängig davon, ob sie mobil oder fest installiert ist –, sollte Türen und Fenster während des Betriebs geschlossen halten. Andernfalls strömen warme und feuchte Luftmassen nach innen, wodurch die Kühlleistung sinkt und der Energieverbrauch steigt. Eine gut eingestellte Klimaanlage arbeitet effizienter und sorgt für ein gleichmäßigeres Raumklima. Wichtig ist zudem, die Temperatur nicht zu niedrig einzustellen, um unnötige Belastungen für den Kreislauf und die Stromrechnung zu vermeiden.
4. Clevere Alternativen zur Klimaanlage nutzen
Nicht immer ist eine Klimaanlage notwendig. Außenliegende Beschattungssysteme wie Rollläden, Raffstores oder Markisen können einen großen Teil der Sonnenwärme bereits vor dem Fenster abfangen. Im Innenbereich helfen zusätzlich Sonnenschutz- oder Hitzeschutzfolien sowie Thermorollos. Zwar senken Ventilatoren nicht die Raumtemperatur, sie erzeugen jedoch eine angenehme Luftbewegung und sorgen für ein deutlich kühleres Empfinden auf der Haut.
5. Hitzestau durch technische Geräte vermeiden
Viele Elektrogeräte geben während des Betriebs Wärme an die Umgebung ab. Dazu gehören auch Notebooks und Computer. Sie können die Raumtemperatur spürbar erhöhen. Nutzen Sie daher energieintensive Geräte möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. Auch moderne LED-Leuchtmittel helfen dabei, unnötige Wärmequellen im Haushalt zu reduzieren.
6. Mit der richtigen Ernährung besser durch heiße Tage
Leichte Speisen wie Salate, Gemüse oder Obst belasten den Körper weniger als schwere, fettreiche Mahlzeiten. Da die Verdauung Wärme produziert, fühlen sich viele Menschen nach üppigen Mahlzeiten zusätzlich erschöpft. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte unterstützen den Flüssigkeitshaushalt und helfen dem Körper bei der natürlichen Temperaturregulierung.
7. Pflanzen als natürliche Unterstützung für das Raumklima
Zimmerpflanzen können das Raumklima positiv beeinflussen, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben. Arten wie die Areca-Palme oder der Ficus benjamini werden häufig für ihre luftverbessernden Eigenschaften geschätzt. Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Maß, da zu viele Pflanzen oder übermäßiges Gießen die Luftfeuchtigkeit unnötig erhöhen können. Besonders im Sommer empfiehlt sich daher eine regelmäßige Kontrolle der Raumluftfeuchte mit entsprechenden Messgeräten.
Extra-Tipp: Geräte vollständig ausschalten
Viele elektronische Geräte erzeugen selbst im Stand-by-Modus Wärme und verbrauchen gleichzeitig Strom. Fernseher, Computer, Drucker oder Ladegeräte sollten daher bei Nichtgebrauch vollständig ausgeschaltet werden. Das spart Energie, senkt die Betriebskosten und reduziert gleichzeitig die zusätzliche Wärmeentwicklung in Innenräumen – ein kleiner Schritt mit doppeltem Nutzen für Raumklima und Umwelt.
Diese und weitere Tipps hat die Plattform MeineRaumluft in einem Leitfaden zusammengefasst. Dieser steht zum kostenfreien Download bereit.
